Am 1. Januar 1972 schlossen sich infolge der Verwaltungsreform in Baden-Württemberg die bis dahin selbständigen Gemeinden Deggenhausen, Homberg, Roggenbeuren, Untersiggingen, Urnau und Wittenhofen zur neuen Gemeinde Deggenhausertal zusammen. Verwaltungsmittelpunkt der Gesamtgemeinde wurde Wittenhofen. Deggenhausertal gehört zum Gemeindeverwaltungsverband Markdorf.

Eine Korrektur des Gemeindegebiets ergab sich zum 1. Januar 1977, als der Weiler Ellenfurt von Heiligenberg nach Deggenhausertal umgemeindet wurde.

Deggenhausen, Homberg, Wittenhofen und zuletzt auch Untersiggingen gehörten zur fürstenbergischen Landgrafschaft Heiligenberg und kamen im Zuge der Mediatisierung 1806 an Baden. Die ehemals geistlichen Gebiete – Roggenbeuren befand sich im Besitz des Konstanzer Domkapitels, Urnau in den Händen des Klosters Salem – waren bereits 1803 durch die Säkularisation an Baden gefallen.

 

deggenhausertal

Wappenbeschreibung:
Die Hauptfigur im Wappen von Deggenhausertal, die Schere, entspricht dem Wappenbild der ortsadligen Herren von Deggenhausen und war auch schon Bestandteil des Wappens der Altgemeinde Deggenhausen. Die Wolkenschnitt-Teilung im Schildhaupt erinnert an den Wolkenbord im fürstenbergischen Wappen und damit an die gemeinsame territoriale Vergangenheit der einzelnen Ortschaften innerhalb der Gemeinde.

Auf besonderen Wunsch der Gemeinde ist das Blau des fürstenbergischen Wolkenbords allerdings gegen die Farbe Grün getauscht worden, um dem land- und forstwirtschaftlichen Charakter des Gemeindegebiets Ausdruck zu verleihen. Die sechs grünen „Wolken“ geben gleichzeitig einen Hinweis auf die Zahl der Altgemeinden, aus denen Deggenhausertal hervorgegangen ist.

Das Wappen wurde der Gemeinde am 14. April 1977 durch das Landratsamt verliehen mit dem Recht, eine Flagge in den Farben Grün-Weiß führen zu dürfen.

(aus: Wappenbuch Bodenseekreis)