Deggenhausertal

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Geschichte der Gemeinde Deggenhausertal

Am 1. Januar 1972 schlossen sich infolge der Verwaltungsreform in Baden-Württemberg die bis dahin selbständigen Gemeinden Deggenhausen, Homberg, Roggenbeuren, Untersiggingen, Urnau und Wittenhofen zur neuen Gemeinde Deggenhausertal zusammen. Verwaltungsmittelpunkt der Gesamtgemeinde wurde Wittenhofen. Deggenhausertal gehört zum Gemeindeverwaltungsverband Markdorf. Eine Korrektur des Gemeindegebiets ergab sich zum 1. Januar 1977, als der Weiler Ellenfurt von Heiligenberg nach Deggenhausertal umgemeindet wurde.

Wappenbeschreibung:

Die Hauptfigur im Wappen von Deggenhausertal, die Schere, entspricht dem Wappenbild der ortsadligen Herren von Deggenhausen und war auch schon Bestandteil des Wappens der Altgemeinde Deggenhausen. Die Wolkenschnitt-Teilung im Schildhaupt erinnert an den Wolkenbord im fürstenbergischen Wappen und damit an die gemeinsame territoriale Vergangenheit der einzelnen Ortschaften innerhalb der Gemeinde.

Auf besonderen Wunsch der Gemeinde ist das Blau des fürstenbergischen Wolkenbords allerdings gegen die Farbe Grün getauscht worden, um dem land- und forstwirtschaftlichen Charakter des Gemeindegebiets Ausdruck zu verleihen. Die sechs grünen „Wolken“ geben gleichzeitig einen Hinweis auf die Zahl der Altgemeinden, aus denen Deggenhausertal hervorgegangen ist.

Das Wappen wurde der Gemeinde am 14. April 1977 durch das Landratsamt verliehen mit dem Recht, eine Flagge in den Farben Grün-Weiß führen zu dürfen.

(aus: Wappenbuch Bodenseekreis)

Das Tal der Liebe

Warum Deggenhausertal das "Tal der Liebe" genannt wird, darüber wurde in der Vergangenheit viel spekuliert. Im Laufe der Zeit haben sich mehrere Erklärungsansätze gebildet, und es ranken sich etliche Geschichten um das "liebliche Tal".

Eine These ist die schlechte Versorgungslage nach dem zweiten Weltkrieg. So sollen die Hilfesuchenden, meist Frauen und Kinder, große Fürsorge  von den Bauern im Deggenhausertal erfahren haben. Diese Fürsorge soll dazu geführt haben, dass das Tal daraufhin „Tal der Liebe“ getauft wurde. 

Ein weiterer Ansatz beschäftigt sich mit den, der Geschichte nach, sehr ansprechenden Eigenschaften der jungen Frauen aus dem Deggenhausertal. So soll manch' Jüngling nach einem Abstecher ins Tal verheiratet in seinen Heimatort zurückgekehrt sein, sofern er überhaupt zurückkehrte und nicht gleich im „Tal der Liebe“ blieb.
Die Bezeichnung könnte auch auf die natürlichen Gegebenheiten abzielen und aus einem lieblichen Tal könnte so das „Tal der Liebe“ geworden sein.

Auch wenn so manch' Einheimischer immer wieder einmal eine Version zum Besten gibt - sicher ist sich seiner Interpretation niemand. Daher wird die wirkliche Herkunft wahrscheinlich für immer verborgen bleiben - vielleicht macht aber gerade das den besonderen Reiz der attraktiven Bezeichnung aus?

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